Erstes Jahr Medizinstudium – Buchempfehlungen

erstes-jahr-medizinstudium-erfahrungen-buchempfehlungen

Das erste Jahr Studium ist rum. In diesem Post möchte ich daher meine Erfahrungen zu jedem einzelnen Fach mit euch teilen. Dabei ist zu sagen, dass alles an jeder Universität ein wenig anders ist.

1. Semester:

Im ersten Semester stand Physik, Terminologie, Biologie, Chemie und Psychologie an.

Physik: Fangen wir mit Physik an, denn auch unsere ersten Vorlesungen beschäftigten sich mit der allseits gehassten Physik. In die Physikvorlesung habe ich mich ein einziges Mal reingesetzt und mir gedacht „Ach, du heilige…!“ und bin danach nicht mehr hin. Auch im Praktikum habe ich so gut wie nichts verstanden. So schlimm wie die Vorlesungen und Praktika waren, war die Klausur letztendlich aber nicht. Unsere Uni bot ein Skript an, welches mehr oder weniger die Altklausuren zusammenfasste und jede einzelne Aufgabe mit einem Rechenweg erläuterte. Wer die Aufgaben des Skriptes gut lösen konnte, kam also gut durch. Durchfallqoute: ca. 30%

Terminologie: Auch hier beschränkte sich das Lernen für die Klausur wieder auf das Skript des Professors. Die Klausur war relativ einfach, sodass auch so gut wie alle beim ersten Versuch bestehen. In „Termi“ lernt man die wichtigsten Wörter auf Latein und die dazugehörigen Deklinationen. Die Vorlesungen in Terminologie waren Pflichtveranstaltungen.

Biologie: An unserer Uni ist Biologie wirklich ein Selbstläufer. Man musste nur in den Praktikas anwesend sein. Dort musste man dann ein paar Aufgaben erledigen: „Fertigen Sie ein Präparat an und beschriften Sie dieses anschließend.“ oder „Testen Sie Ihre Blutgruppe. Erklären Sie das Testergebnis.“. Diese Aufgaben musste man zusammen mit einem Partner am Mikroskop erledigen und am Ende des Tages digital einreichen. Die Aufgaben wurden bewertet. Das Highlight der ganzen Biologie war das arbeiten am frischen Herz vom Schwein, welches allerdings nicht in die Bewertung mit eingeflossen ist und zudem freiwillig war. Wer am Ende genügend Punkte gesammelt hat, muss nicht in die Abschlussklausur und hat den Schein für Biologie bereits in der Tasche. In die Abschlussklausur mussten ca. 3 Leute (von 300).

Chemie: Chemie war das einzige Fach, wo es wirklich sinnvoll war, sich die Vorlesungen anzuhören. Hier hieß es vor allem Vorlesungsfolien zusammenfassen und anschließend lernen. Im Zeeck konnte man dann nochmal alles nachlesen, da sich unsere Vorlesungen sehr am Zeeck orientierten. Außerdem habe ich ab und an im Endspurt nachgelesen. Zudem habe ich viel im Internet oder meinen Sachen vom Abitur nachgelesen. Das allerwichtigste war jedoch das Kreuzen von Altklausuren. In Chemie haben es einige zwar nicht beim ersten Mal geschafft, aber beim zweiten Versuch ist dann so gut wie jeder durchgekommen.

Psychologie: Für Psychologie habe ich lediglich mit den Medilearns gelernt und parallel dazu Physikumsfragen aus den Vorjahren gekreuzt. Das kann man über das Online-Portal ViaMedici von Thieme. Die Durchfallquote war gering.

2. Semester:

Im zweiten Semester stand dann Histologie und Biochemie an.

Histologie: Um den Schein für Histologie zu bekommen, muss man eine schriftliche Prüfung und eine mündliche Prüfung bestehen. Die Bücher die von uns Studenten hierzu so alles gelesen worden sind waren: Lüllman-rauch (sehr ausführlich), Welsch (ausführlich, aber einfacher geschrieben), Ulfig (für die, die es kurz und knapp haben wollen). Es ist dabei wichtig sich für eines der Lehrbücher zu entscheiden. Außerdem ist (wie in den meisten Fächern) das rein lesen in die Endspurts sehr empfehlenswert. Hier ist das bestehen sehr von den Präparaten und dem Prüfer abhängig und somit, wie alles im Leben, vom Glück.

Biochemie: Biochemie ist neben Anatomie, Physiologie und Psychologie eines der „großen“ Fächer der Vorklinik und hat an meiner Uni in den Vorjahren immer zu den anspruchsvollsten Fächern gezählt. Doch seit diesem Jahr hat sich diesbezüglich einiges an unserer Uni geändert. Auch ich selbst warte noch gespannt auf die offiziellen Ergebnisse. Der Horn war mein Lehrbuch der Biochemie. Dieser ist wirklich sehr gut formuliert, sodass auch Leute ohne Peil von Chemie und Biologie leicht verständlich in die Thematik geführt werden. Hart gesottene können sich auch an die Duale Reihe wagen.  Für die Klausur gelernt habe ich aber auch noch mit den Endspurts und den Vorlesungsfolien einiger Profs. Nicht zu vergessen sind die Lernboxen von Smartmedix.

Das war mein „erstes Jahr Medizinstudium“. Ich habe es überlebt und ich kann an euch nur weitergeben, dass es machbar ist.

 

 

39 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.