weiblicher Zyklus, einfach und verständlich erklärt

Der weibliche Hormonhaushalt unteliegt Schwankungen. Wie genau ein weiblicher Zyklus funktioniert und aufgebaut ist, das möchte ich euch heute erklären.

Zykluslänge und Zyklusphasen: Der Zyklus lässt sich grob in 2 Phasen einteilen. Die Zeit vor dem Eisprung nennt sich Follikelphase und die Zeit nach dem Eisprung Lutealphase. Im Durchschnitt ist ein Zyklus 28 Tage lang. Das ist jedoch von Frau zu Frau sehr variabel und auch bei jeder Frau ist der Zyklus nicht immer von der selben Dauer. Das ist übrigens auch der Grund, warum die Kalendermethode nicht zur Verhütung geeignet ist (Pearl-Index: 9). Die Lutealphase, also die Zeit nach dem Eisprung, weißt jedoch eine viel geringere Schwankungsbreite, als die Zeit vor dem Eisprung auf. Wer also weiß, wann sein Eisprung stattgefunden hat, kann den Zeitpunkt der Periode gut voraussagen.

In der Follikelphase sind die vorherrschenden Hormone das FSH und das Östrogen. Aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) wird FSH ausgeschüttet. FSH steht für Follikel stimmulierendes Hormon, denn es regt die “Eireifung” an. Die “reifenden Eier” der Frau produzieren während des Reifungsprozess eine Menge Östrogen. Umso reifer die “Eier” sind, desto mehr Östrogen wird ausgeschüttet. Am Ende der Follikelphase hat Östrogen sein Maximum erreicht.

Das erhöhte Östrogen hemmt im Gehirn zunächst die Ausschüttung des Hormons der zweiten Zyklushälfte, dem LH = luteinisierendes Hormon. Die Ausschüttung, nicht aber die Synthese des LH wird gehemmt. In der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) bildet sich also ein immer größer werdener Speicher von LH. Ab einem bestimmten Schwellenwert wird dieser Speicher schwallartig entleert und es kommt zum LH-Peak. Der Eisprung wird ausgelöst.

Lutealphase: Das Ei springt in die Eileiter um dort auf seine Befruchtung zu warten. Zurück im Eierstock (Ovar) bleibt der Follikel, indem das Ei zuvor gereift ist. Dieser Follikel nennt sich Gelbkörper und schüttet Progesteron aus, das den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Progesteron erhöht außerdem den Sollwert für die Körpertemperatur im Gehirn. Im Schnitt steigt die Basaltemperatur so um 0,5-1 Grad Celsius an. Das und die Veränderungen am Cervixschleim bilden Grundlage für die symptothermale Verhütungsmethode nach Sensiplan (Pearl-Index: 0,4-2).

Bildquelle: Wikipedia

Das war ganz, ganz, ganz grob erklärt wie ein weiblicher Zyklus aufgebaut ist. Falls euch das Thema interessiert, erkläre ich euch gerne noch wieso nur ein Ei pro Zyklus springt, wie die Pille und weitere Verhütungsmethoden funktionieren, welche Pille am sichersten ist und vieles mehr. Das Thema Verhütung und Frauengesundheit ist für mich nämlich ein absolutes Herzensthema!

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